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Man kann
alle Leute eine Zeitlang
an der Nase herumführen
und einige Leute die ganze Zeit.
Aber nicht alle Leute die ganze Zeit.
Abraham Lincoln
JW-Finanz-Wettervorhersage

5.000.000.000.000 Euro
(in Worten: fünf Billionen oder fünftausend Milliarden
Euro) - das ist der Betrag, den inzwischen mehr als 15
Staaten weltweit in das schwankende Finanzsystem zur
Stabilisierung gepumpt haben.
4.000.000.000.000 Euro
soll Zeitungsberichten zufolge das
Volumen an Schrott-Papieren in den Bilanzen von Banken
und Versicherungen betragen. Der IWF (Internationale
Währungsfonds) warnt vor diesen toxischen Wertpapieren,
die viele Finanzkonzerne bis 2010 belasten dürften.
11.053.000.000.000 US$ (= 8.290.000.000.000 Euro)
beträgt der derzeitige Schuldenstand der
USA und die Staatsverschuldung in Deutschland
1.623.000.000.000 Euro
Hoffen Sie das Beste
- aber erwarten Sie das Schlimmste.
Sind Sie auf Katastrophen
vorbereitet? Ist es nicht
langsam an der
Zeit, über Ihre Vermögenswerte, Ihre Sparverträge, insbesondere über Ihre
Kapitallebens-/ Rentenversicherungen und mögliche
Risikovorkehrungen zu sprechen?
Auf dieser Seite
schaffe ich einigen grundlegenden monetären Themen Platz
und hoffe, dass Sie daraus einen kleinen bleibenden
Wissensvorteil für Ihr Sparverhalten ziehen. Nun
viel Spaß - und nicht vergessen, ich stehe Ihnen für
Fragen und weitere Informationen jederzeit mit Rat und
Tat gern zur Verfügung.
Jürgen Weinhardt
Falls Sie nicht Thema für
Thema studieren möchten, geht's hier gleich direkt zur Sache:
Thema 1
Die
Entwicklung der Verbraucherpreise, Kaufkraftschwund und
Inflation
Betrachtet man die Preisentwicklung der letzten 50
Jahre, so ist die Teuerung in den letzten Jahren eher
niedrig ausgefallen. Zwar steigen die Preise Jahr für
Jahr an, das Ausmaß des Anstiegs verharrt in letzter
Zeit jedoch auf einem relativ moderaten Niveau –
verglichen mit den hohen Preissteigerungsraten der
siebziger, achtziger und Anfang der neunziger Jahre.
Schon seit 1995 hat die Inflationsrate die
Zweiprozent-Marke nicht mehr überschritten. In der
Abbildung ist die Entwicklung seit 1965 dargestellt.
In der langfristigen Betrachtung fallen die starken
Preisanstiege in den siebziger und achtziger Jahren auf.
Anfang der siebziger Jahre war die Konjunktur aufgrund
der guten Nachfrage in den vorausgegangenen Jahren noch
aufgeheizt und die Löhne wurden kräftig erhöht, was sich
bald in steigenden Preisen niederschlug. 1973 kam die
erste Ölkrise hinzu und mit den Kosten der Rohölimporte
wurde das Preisniveau in Deutschland zusätzlich nach
oben getrieben.
Die Inflationsrate lag 1973 bei 7,1 %. Eine zweite
drastische Rohölpreissteigerung entstand in den Jahren
1979 und 1980, als sich nach dem Krieg zwischen Iran und
dem Irak in wichtigen Ölförderländern der Golfregion
eine große Unsicherheit breit machte. Erneut kletterte
die Teuerungsrate in der Bundesrepublik an und erreichte
1981 den Wert von 6,3 %.
Auch zu Beginn der neunziger Jahre, also direkt nach der
Wiedervereinigung, waren relativ hohe Inflationsraten zu
verzeichnen. Zum Teil wurden diese durch sehr hohe
Mietpreisänderungen in den neuen Bundesländern
ausgelöst.
Der gesamte Verbraucherpreisindex, der die
Preisentwicklung für alle Güterarten zusammenfasst, ist
ein gewichteter Mittelwert. Die Inflationsrate hängt
somit nicht nur davon ab, wie sich die Preise verändern.
Entscheidend ist auch, mit welchem Gewicht die
Preisentwicklung der einzelnen Güterarten in den
Gesamtindex eingeht. Die vom Statistischen Bundesamt
verwendeten Gewichte gelten für den durchschnittlichen
Konsumenten. Es handelt sich also um Gewichte, die
repräsentativ für einen durchschnittlichen deutschen
Haushalt sind. Den durchschnittlichen Konsumenten gibt
es allerdings nur in der Theorie. Wer zum Beispiel kein
Auto hat, wird auch kein Geld für Benzin ausgeben,
obwohl Kraftstoffe im Wägungsschema veranschlagt sind.
Wie stark ein einzelner Haushalt von der Inflation
betroffen ist, hängt somit sehr davon ab, welche Güter
er kauft.

"Brötchen und Bier wurden teurer und Computer und
Fernseher billiger"

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Die
durchschnittliche Preissteigerungsrate betrug bei
diesen Gütern von 1965 bis 1990 zwischen 5 und 9 %
p. a.. In diesem Zeitraum lag die durchschnittliche
Inflationsrate laut Preisindex für die Lebenshaltung
aller privaten Haushalte bei 3,6 %. Von 1990 bis
2007 betrug die Inflationsrate im Schnitt rund 2,2
%.
Aus diesen Werten lässt sich aber der
Kaufkraftverlust des Geldes nur bedingt ableiten.
Viel aussagefähiger wäre es, eine persönliche
Inflationsrate bestimmen zu können.
Für den Sparer gilt, dass der Faktor
"Preissteigerung" unbedingt bei der
Altersvorsorgeplanung einkalkuliert werden muss.
Wie hoch dieser X-Faktor sein wird, steht in den
Sternen. Bei einer angenommenen Preissteigerung von
3 %, verdoppeln sich die Preise in 25 Jahren.
Das heißt im Umkehrschluss, dass Sie für eine
erforderliche Rente von 1.000 Euro (nach heutiger
Kaufkraft) in 25 Jahren gute 2.000 Euro benötigen
und entsprechend mehr Kapital ansparen müssen. |
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Ganz
interessant am Rande: musste im Jahr 1950 bei einem
Bierpreis von 1,70 DM pro Maß und einem Stundenlohn von
1,24 DM/Stunde der Durchschnittsverdiener noch 82,3
Minuten für eine Maß Bier arbeiten, 1960 bei inzwischen
1,90 DM pro Maß (20 Pfennig Preissteigerung in 10
Jahren!) und einem Durchschnittlohn von 2,49 DM/Stunde
nur noch 45,8 Minuten Arbeiten. Die 8,50 DM, die eine
Maß Bier 1992 kosteten, machten bei einem Stundenlohn
von 21,90 DM nur noch 23,3 Minuten Arbeit für eine Maß
notwendig. Günstiger konnte man das Bier nie trinken.
Inzwischen sind wir 2006 bei einer Maß Bier zu 7,32 €
angelangt, für die man bei einem Durchschnittlohn von
inzwischen 15,45 € wieder 28,4 Minuten arbeiten darf.
Na denn Prost!
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Thema 2
Rente, Altersversorgung, Versorgungslücke
Lassen Sie uns doch mal gemeinsam folgendes Beispiel
rechnen:
Ein heute vierzigjähriger verheirateter Angestellter mit
einem Monatsbruttoeinkommen von 4.000 Euro erzielt nach
Abzug von Lohnsteuer und Sozialversicherung, je nach
Krankenkassenbeitragssatz, so round about 2.600 Euro Nettoeinkommen.
Auf Basis einer vereinfachten Rentenschätzformel des
Bundesfinanzministeriums beträgt seine zur erwartende
Nettoaltersrente mit 65 Jahren voraussichtlich 1.400
Euro.
Nach dem Motto, "mit
66 Jahren ist lang noch nicht Schluss", möchte er
als dann hoffentlich “junggebliebener” Senior erfahren,
wie vielfältig, abwechslungsreich und voller schöner
Überraschungen ein Leben jenseits der “60” sein kann.
Und dazu benötigt er Kapital und eine Zusatzrente.
Zunächst
beträgt seine Versorgungslücke (Differenz zwischen
Nettoeinkommen und Nettoaltersrente) 1.200 Euro im
Monat.
Um diese Lücke lebenslang zu schließen, muss unser
Ruhestandsaspirant während der nächsten fünfundzwanzig
Jahre ein Kapital von Minimum 220.000 Euro ansparen. Wir
wählen hier bei der Anlagenstrategie eher eine
konservative Produktauswahl bzw. -mischung und
unterstellen dabei einen nicht garantierten
Rentenfaktor* von 54.
*
Der Rentenfaktor gibt an, wie viel Rente
ein Versicherter zu Beginn der Auszahlungsphase für
jeweils 10.000 Euro erhält. Die Creme de la Creme der
privaten Rentenversicherer garantiert derzeit einen
Rentenfaktor von bis zu 43. Die eigentliche Rente erhöht
sich durch die nicht garantierten Überschuss- und
Gewinnanteile.
Bei
einer unterstellten Inflationsrate von 3 % müssen wir,
um die Kaufkraft zu erhalten, bereits mit rund 2.600 Euro
Versorgungslücke bzw. Kapitalentnahme kalkulieren.
Und das bedarf nun schon einem satten
Ruhestandspolster von ca. 500.000 Euro um daraus
diese lebenslange Rente zu generieren.
Und eigentlich müssten wir auch noch während der
Ruhestandsphase die Preissteigerungsraten mit einer
steigenden Rente ausgleichen, auch wenn der eigentliche
Kapitalbedarf für Reisen und Hobbies mit zunehmenden
Alter eher abnimmt, so steigen wahrscheinlich die
Ausgaben für Ärzte und Arzneimittel etc.. Logisch, dass
wir dazu ein noch höhere Pölsterchen bräuchten. Ich
weiß, ich weiß, wer soll das bezahlen, wer hat so viel
Geld ...
Trotz allem die
Gretchenfrage: Wie viel muss unser Optimist monatlich
auf die Seite legen?
Das können Sie mit Hilfe nachfolgender Zinstabelle
ziemlich einfach selber ermitteln.
Gehen
Sie zunächst in die Reihe mit den Werten bei einer
Sparzeit von 25 Jahren und wählen Sie die Spalte mit dem
von Ihnen angenommenen Zins (konservativ 2 - 4 %,
dynamisch 6 - 8 %; spekulativ 10 bis 12 %).
Sagen
wir, unser Rentner in spe kalkuliert vorsichtig mit
einer durchschnittlichen Ansparrendite von 4 %.
Unser Spaltenschnittpunkt weist nun bei einer
monatlichen Anlage von 100 Euro einen Wert von rund
51.000 Euro aus.
Um
500.000 Euro bei gleichem System anzusparen gilt es also
sagenhafte 980 Euro monatlich (die Rechnung
lautet: 500.000
: 51.000) gleichmäßig auf die Seite zu legen.
Tja, das wird in Anbetracht seines Nettoeinkommens
"keine einfache Übung".
Oder er siedelt ins Lager der Börsenoptimisten und
glaubt fest daran, mit seinem Aktienfonds Sparplan 12 %
p. a. zu erzielen (nach Kosten und baldiger
Abgeltungssteuer - das ist schon etwas heftig!), ja dann
müsste er tatsächlich nur noch 294 Euro im Monat
investieren.
Die
"Wahrheit" wird wohl irgendwo dazwischen liegen.

Jetzt
wird es noch interessanter. Was können wir uns von dem
angehäuften Kapital in 25 Jahren noch kaufen?
Was lässt der Geldwertschwund übrig? Multiplizieren Sie
den Wert aus der Zinstabelle mit dem ermittelten Wert
aus der Inflationstabelle, dann könnte man im Ansatz die
noch bleibende Kaufkraft ermitteln.
Beispiel: 200 Euro werden angenommen in einer
konservativen Rentenversicherung 25 Jahre angespart (Wir
lassen die Sinnfrage außen vor). Bei einer
Produktrendite von angenommen 4% erhalten wir ein
Verrentungskapital von rund 102.000 Euro. Daraus zahlt
ein durchschnittlicher deutscher Rentenversicherer eine
lebenslange, nicht garantierte, teildynamische Rente von
derzeit rund 425 Euro.
Bei einer angenommenen durchschnittlichen Inflationsrate
von 3% wäre die Kaufkraft nach 25 Jahren nur noch rund
48% (siehe nachfolgende Tabelle, Spalte 3% und Zeile 25
Jahre) dessen. Also knapp die Hälfte, sprich 200 Euro!
Nicht schlecht!

Fakt
ist: "Spare in der Zeit, so hast Du in der Not"
Und hier gilt vor allem: "Nicht kleckern sondern
klotzen"
Welcher Weg, welche Anlageform und welches Produkt in
welcher Kombination nun für Sie passend wäre, können wir
gerne gemeinsam besprechen.

klick zu mir!
Wer kommt, wird
nach seinem Gesicht beurteilt.
Wer geht, nach seinem Kopf.
Heinrich Wiesner
Ich
würde mich freuen, diese Gelegenheit irgendwann auch von
Ihnen zu erhalten.

Weitere Themen sind in
Planung.

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