Jürgen Weinhardt Finanzberatung und Anlagenvermittlung, Versicherungsmakler e. Kfm.

Tel. 08294 - 2279    Fax 08294 - 2658    Email: info@jw-finanz.de    Am Kornfeld 6a  D-86477 Adelsried
 
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Man kann
alle Leute eine Zeitlang
an der Nase herumführen
und einige Leute die ganze Zeit.
Aber nicht alle Leute die ganze Zeit.

Abraham Lincoln
 

 

JW-Finanz-Wettervorhersage


5.000.000.000.000 Euro
(in Worten: fünf Billionen oder fünftausend Milliarden Euro) - das ist der Betrag, den inzwischen mehr als 15 Staaten weltweit in das schwankende Finanzsystem zur Stabilisierung gepumpt haben.

4.000.000.000.000 Euro

soll Zeitungsberichten zufolge das Volumen an Schrott-Papieren in den Bilanzen von Banken und Versicherungen betragen. Der IWF (Internationale Währungsfonds) warnt vor diesen toxischen Wertpapieren, die viele Finanzkonzerne bis 2010 belasten dürften.
11.053.000.000.000 US$ (= 8.290.000.000.000 Euro)

beträgt der derzeitige Schuldenstand der USA und die Staatsverschuldung in Deutschland
1.623.000.000.000 Euro

Hoffen Sie das Beste - aber erwarten Sie das Schlimmste.

Sind Sie auf Katastrophen vorbereitet? Ist es nicht langsam an der Zeit, über Ihre Vermögenswerte, Ihre Sparverträge, insbesondere über Ihre Kapitallebens-/ Rentenversicherungen und mögliche Risikovorkehrungen zu sprechen?

Auf dieser Seite schaffe ich einigen grundlegenden monetären Themen Platz und hoffe, dass Sie daraus einen kleinen bleibenden Wissensvorteil für Ihr Sparverhalten ziehen. Nun viel Spaß - und nicht vergessen, ich stehe Ihnen für Fragen und weitere Informationen jederzeit mit Rat und Tat gern zur Verfügung.

Jürgen Weinhardt

 

Falls Sie nicht Thema für Thema studieren möchten, geht's hier gleich direkt zur Sache:

  Thema 1 Die Entwicklung der Verbraucherpreise, Kaufkraftschwund und Inflation
  Thema 2 Rente, Altersversorgung, Versorgungslücke

 

Thema 1

Die Entwicklung der Verbraucherpreise, Kaufkraftschwund und Inflation
 

Betrachtet man die Preisentwicklung der letzten 50 Jahre, so ist die Teuerung in den letzten Jahren eher niedrig ausgefallen. Zwar steigen die Preise Jahr für Jahr an, das Ausmaß des Anstiegs verharrt in letzter Zeit jedoch auf einem relativ moderaten Niveau – verglichen mit den hohen Preissteigerungsraten der siebziger, achtziger und Anfang der neunziger Jahre. Schon seit 1995 hat die Inflationsrate die Zweiprozent-Marke nicht mehr überschritten. In der Abbildung ist die Entwicklung seit 1965 dargestellt.
In der langfristigen Betrachtung fallen die starken Preisanstiege in den siebziger und achtziger Jahren auf. Anfang der siebziger Jahre war die Konjunktur aufgrund der guten Nachfrage in den vorausgegangenen Jahren noch aufgeheizt und die Löhne wurden kräftig erhöht, was sich bald in steigenden Preisen niederschlug. 1973 kam die erste Ölkrise hinzu und mit den Kosten der Rohölimporte wurde das Preisniveau in Deutschland zusätzlich nach oben getrieben.
Die Inflationsrate lag 1973 bei 7,1 %. Eine zweite drastische Rohölpreissteigerung entstand in den Jahren 1979 und 1980, als sich nach dem Krieg zwischen Iran und dem Irak in wichtigen Ölförderländern der Golfregion eine große Unsicherheit breit machte. Erneut kletterte die Teuerungsrate in der Bundesrepublik an und erreichte 1981 den Wert von 6,3 %.
Auch zu Beginn der neunziger Jahre, also direkt nach der Wiedervereinigung, waren relativ hohe Inflationsraten zu verzeichnen. Zum Teil wurden diese durch sehr hohe Mietpreisänderungen in den neuen Bundesländern ausgelöst.

Der gesamte Verbraucherpreisindex, der die Preisentwicklung für alle Güterarten zusammenfasst, ist ein gewichteter Mittelwert. Die Inflationsrate hängt somit nicht nur davon ab, wie sich die Preise verändern. Entscheidend ist auch, mit welchem Gewicht die Preisentwicklung der einzelnen Güterarten in den Gesamtindex eingeht. Die vom Statistischen Bundesamt verwendeten Gewichte gelten für den durchschnittlichen Konsumenten. Es handelt sich also um Gewichte, die repräsentativ für einen durchschnittlichen deutschen Haushalt sind. Den durchschnittlichen Konsumenten gibt es allerdings nur in der Theorie. Wer zum Beispiel kein Auto hat, wird auch kein Geld für Benzin ausgeben, obwohl Kraftstoffe im Wägungsschema veranschlagt sind. Wie stark ein einzelner Haushalt von der Inflation betroffen ist, hängt somit sehr davon ab, welche Güter er kauft.



 

"Brötchen und Bier wurden teurer und Computer und Fernseher billiger"


 

 

Die durchschnittliche Preissteigerungsrate betrug bei diesen Gütern von 1965 bis 1990 zwischen 5 und 9 % p. a.. In diesem Zeitraum lag die durchschnittliche Inflationsrate laut Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte bei 3,6 %. Von 1990 bis 2007 betrug die Inflationsrate im Schnitt rund 2,2 %.
Aus diesen Werten lässt sich aber der Kaufkraftverlust des Geldes nur bedingt ableiten.
Viel aussagefähiger wäre es, eine persönliche Inflationsrate bestimmen zu können.
Für den Sparer gilt, dass der Faktor "Preissteigerung" unbedingt bei der Altersvorsorgeplanung einkalkuliert werden muss.
Wie hoch dieser X-Faktor sein wird, steht in den Sternen. Bei einer angenommenen Preissteigerung von 3 %, verdoppeln sich die Preise in 25 Jahren.
Das heißt im Umkehrschluss, dass Sie für eine erforderliche Rente von 1.000 Euro (nach heutiger Kaufkraft) in 25 Jahren gute 2.000 Euro benötigen und entsprechend mehr Kapital ansparen müssen.

     

Ganz interessant am Rande: musste im Jahr 1950 bei einem Bierpreis von 1,70 DM pro Maß und einem Stundenlohn von 1,24 DM/Stunde der Durchschnittsverdiener noch 82,3 Minuten für eine Maß Bier arbeiten, 1960 bei inzwischen 1,90 DM pro Maß (20 Pfennig Preissteigerung in 10 Jahren!) und einem Durchschnittlohn von 2,49 DM/Stunde nur noch 45,8 Minuten Arbeiten. Die 8,50 DM, die eine Maß Bier 1992 kosteten, machten bei einem Stundenlohn von 21,90 DM nur noch 23,3 Minuten Arbeit für eine Maß notwendig. Günstiger konnte man das Bier nie trinken. Inzwischen sind wir 2006 bei einer Maß Bier zu 7,32 € angelangt, für die man bei einem Durchschnittlohn von inzwischen 15,45 € wieder 28,4 Minuten arbeiten darf.

 

Na denn Prost!

 

 

     

 

Thema 2

Rente, Altersversorgung, Versorgungslücke

Lassen Sie uns doch mal gemeinsam folgendes Beispiel rechnen:

Ein heute vierzigjähriger verheirateter Angestellter mit einem Monatsbruttoeinkommen von 4.000 Euro erzielt nach Abzug von Lohnsteuer und Sozialversicherung, je nach Krankenkassenbeitragssatz, so round about 2.600 Euro Nettoeinkommen.
Auf Basis einer vereinfachten Rentenschätzformel des Bundesfinanzministeriums beträgt seine zur erwartende Nettoaltersrente mit 65 Jahren voraussichtlich 1.400 Euro.
Nach dem Motto, "mit 66 Jahren ist lang noch nicht Schluss", möchte er als dann hoffentlich “junggebliebener” Senior erfahren, wie vielfältig, abwechslungsreich und voller schöner Überraschungen ein Leben jenseits der “60” sein kann.
Und dazu benötigt er Kapital und eine Zusatzrente.

Zunächst beträgt seine Versorgungslücke (Differenz zwischen Nettoeinkommen und Nettoaltersrente) 1.200 Euro im Monat.
Um diese Lücke lebenslang zu schließen, muss unser Ruhestandsaspirant während der nächsten fünfundzwanzig Jahre ein Kapital von Minimum 220.000 Euro ansparen. Wir wählen hier bei der Anlagenstrategie eher eine konservative Produktauswahl bzw. -mischung und unterstellen dabei einen nicht garantierten Rentenfaktor* von 54.

*
Der Rentenfaktor gibt an, wie viel Rente ein Versicherter zu Beginn der Auszahlungsphase für jeweils 10.000 Euro erhält. Die Creme de la Creme der privaten Rentenversicherer garantiert derzeit einen Rentenfaktor von bis zu 43. Die eigentliche Rente erhöht sich durch die nicht garantierten Überschuss- und Gewinnanteile.

Bei einer unterstellten Inflationsrate von 3 % müssen wir, um die Kaufkraft zu erhalten, bereits mit rund 2.600 Euro Versorgungslücke bzw. Kapitalentnahme kalkulieren.
Und das bedarf nun schon einem satten Ruhestandspolster von ca. 500.000 Euro um daraus diese lebenslange Rente zu generieren.
Und eigentlich müssten wir auch noch während der Ruhestandsphase die Preissteigerungsraten mit einer steigenden Rente ausgleichen, auch wenn der eigentliche Kapitalbedarf für Reisen und Hobbies mit zunehmenden Alter eher abnimmt, so steigen wahrscheinlich die Ausgaben für Ärzte und Arzneimittel etc.. Logisch, dass wir dazu ein noch höhere Pölsterchen bräuchten. Ich weiß, ich weiß, wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld ...

Trotz allem die Gretchenfrage: Wie viel muss unser Optimist monatlich auf die Seite legen?

Das können Sie mit Hilfe nachfolgender Zinstabelle ziemlich einfach selber ermitteln.

Gehen Sie zunächst in die Reihe mit den Werten bei einer Sparzeit von 25 Jahren und wählen Sie die Spalte mit dem von Ihnen angenommenen Zins (konservativ 2 - 4 %, dynamisch 6 - 8 %; spekulativ 10 bis 12 %).

Sagen wir, unser Rentner in spe kalkuliert vorsichtig mit einer durchschnittlichen Ansparrendite von 4 %.
Unser Spaltenschnittpunkt weist nun bei einer monatlichen Anlage von 100 Euro einen Wert von rund 51.000 Euro aus.

Um 500.000 Euro bei gleichem System anzusparen gilt es also sagenhafte 980 Euro monatlich (die Rechnung lautet: 500.000 : 51.000) gleichmäßig auf die Seite zu legen. Tja, das wird in Anbetracht seines Nettoeinkommens "keine einfache Übung".

Oder er siedelt ins Lager der Börsenoptimisten und glaubt fest daran, mit seinem Aktienfonds Sparplan 12 % p. a. zu erzielen (nach Kosten und baldiger Abgeltungssteuer - das ist schon etwas heftig!), ja dann müsste er tatsächlich nur noch 294 Euro im Monat investieren.

Die "Wahrheit" wird wohl irgendwo dazwischen liegen.
 

Jetzt wird es noch interessanter. Was können wir uns von dem angehäuften Kapital in 25 Jahren noch kaufen?
Was lässt der Geldwertschwund übrig? Multiplizieren Sie den Wert aus der Zinstabelle mit dem ermittelten Wert aus der Inflationstabelle, dann könnte man im Ansatz die noch bleibende Kaufkraft ermitteln.

Beispiel: 200 Euro werden angenommen in einer konservativen Rentenversicherung 25 Jahre angespart (Wir lassen die Sinnfrage außen vor). Bei einer Produktrendite von angenommen 4% erhalten wir ein Verrentungskapital von rund 102.000 Euro. Daraus zahlt ein durchschnittlicher deutscher Rentenversicherer eine lebenslange, nicht garantierte, teildynamische Rente von derzeit rund 425 Euro.
Bei einer angenommenen durchschnittlichen Inflationsrate von 3% wäre die Kaufkraft nach 25 Jahren nur noch rund 48% (siehe nachfolgende Tabelle, Spalte 3% und Zeile 25 Jahre) dessen. Also knapp die Hälfte, sprich 200 Euro! Nicht schlecht!

 

Fakt ist: "Spare in der Zeit, so hast Du in der Not"

Und hier gilt vor allem: "Nicht kleckern sondern klotzen"


Welcher Weg, welche Anlageform und welches Produkt in welcher Kombination nun für Sie passend wäre, können wir gerne gemeinsam besprechen.

klick zu mir! 

 

Wer kommt, wird nach seinem Gesicht beurteilt.
Wer geht, nach seinem Kopf.

Heinrich Wiesner

 

Ich würde mich freuen, diese Gelegenheit irgendwann auch von Ihnen zu erhalten.

 

 

 

 

Weitere Themen sind in Planung.

 

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Gold - ach wie langweilig?!?