Jürgen Weinhardt Finanzberatung und Anlagenvermittlung, Versicherungsmakler e. Kfm.
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Private Krankenversicherung

Wer kann sich privat krankenversichern?

Im Prinzip jeder, denn die Zusatzversicherung in der privaten Krankenversicherung bietet dem Interessenten ein breites Angebotsspektrum. Von der ambulanten Zusatzabsicherung zur Abfederung der Eigenbeteiligungen, über den Komfort eines Ein- bzw. Zweibettzimmers incl. privatärztlicher Betreuung durch den Chefarzt im Krankenhaus, bis hin zur zahnärztlichen Aufstockung der von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erbrachten Leistungen. Immer mehr an Bedeutung gewinnt das Krankentagegeld zur Absicherung des Nettoeinkommens bei Arbeitsunfähigkeit und nicht zuletzt das Krankenhaustagegeld. Auslandsreisekranken- und Pflegeversicherungen gehören selbstverständlich auch zum Angebot.

Eine private Krankenvollversicherung können alle freiwilligen Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse (GKV) abschließen. Freiwillige Mitglieder in der GKV sind Arbeitnehmer, deren Bruttojahreseinkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegt (seit 2007 drei Jahre lang über der Jahresarbeitsentgeltgrenze), sowie Selbständige und Freiberufler. Diesem Personenkreis steht ein vielfältiges Angebotsspektrum zur Verfügung, angefangen vom 100% Schutz ohne Selbstbeteiligung bis hin zur hohen Eigenbeteiligung im Krankheitsfall. Dementsprechend spiegelt sich auch das Beitragsniveau wieder.
Beamte, Beamtenanwärter, Studenten oder Ärzte im Praktikum finden in der privaten Krankenversicherung ein reichhaltiges Angebot. Der Beitrag in der PKV richtet sich im Gegensatz zur GKV nicht nach dem Einkommen, sondern nach Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und gewählten Tarifen.

Lohnt sich der Umstieg von der freiwilligen Mitgliedschaft in der Gesetzlichen Krankenkasse zur Privaten Krankenversicherung?

ja und nein!

Wer einen besseren Komfort haben möchte, muss dafür i. d. R. auch tiefer in die Tasche greifen.

Junge Singles oder Doppelverdiener ohne Kinder bezahlen, sofern sie gesund sind, trotz besserem Versicherungsschutz bei freier Tarifauswahl in der Privaten Krankenversicherung weniger Beitrag.

Mit zunehmendem Eintrittsalter (ca. ab 45) wird der Beitrag in der Privaten teurer. So genannte Altersrückstellungen (Reservebildung in den "jungen" Anfangsjahren der Beitragszahlung für die späteren Jahre, in denen mehr Ausgaben für die medizinische Versorgung anfallen) können dann aus dem Beitrag kaum noch gebildet werden.

Familien mit Kindern bezahlen in der Privaten KV meistens mehr Beitrag. Wenn dies bei der Haushaltskasse keine tragende Rolle spielt und die privatärztliche Behandlung etc. im Vordergrund stehen, warum auch nicht?

Vergleichen Sie einfach den Beitrag und die Leistung der Gesetzlichen Krankenkasse, der sich je nach Kassenwahl mittlerweile ja auch reduzieren lässt, mit dem der Privaten. Beachten Sie bei den privaten Offerten aber vor allem auch die Beitragsentwicklung des jeweiligen Versicherers. Das "Billigangebot" hat sich schon oft als Beitragsbombe erwiesen.


Hier geht's zum Versicherungsvergleich der Privaten Krankenversicherer.

 

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