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Private Krankenversicherung
Wer kann sich privat
krankenversichern?
Im Prinzip jeder, denn die Zusatzversicherung in der privaten
Krankenversicherung bietet dem Interessenten ein breites
Angebotsspektrum. Von der ambulanten Zusatzabsicherung zur Abfederung
der Eigenbeteiligungen, über den Komfort eines Ein- bzw.
Zweibettzimmers incl. privatärztlicher Betreuung durch den Chefarzt
im Krankenhaus, bis hin zur zahnärztlichen Aufstockung der von der
gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erbrachten Leistungen. Immer
mehr an Bedeutung gewinnt das Krankentagegeld zur Absicherung des
Nettoeinkommens bei Arbeitsunfähigkeit und nicht zuletzt das
Krankenhaustagegeld. Auslandsreisekranken- und Pflegeversicherungen
gehören selbstverständlich auch zum Angebot.
Eine private Krankenvollversicherung können alle freiwilligen
Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse (GKV) abschließen.
Freiwillige Mitglieder in der GKV sind Arbeitnehmer, deren
Bruttojahreseinkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegt
(seit 2007 drei Jahre lang über der Jahresarbeitsentgeltgrenze), sowie Selbständige
und Freiberufler. Diesem Personenkreis steht ein vielfältiges
Angebotsspektrum zur Verfügung, angefangen vom 100% Schutz ohne
Selbstbeteiligung bis hin zur hohen Eigenbeteiligung im
Krankheitsfall. Dementsprechend spiegelt sich auch das Beitragsniveau
wieder.
Beamte, Beamtenanwärter, Studenten oder Ärzte im Praktikum finden in
der privaten Krankenversicherung ein reichhaltiges Angebot. Der
Beitrag in der PKV richtet sich im Gegensatz zur GKV nicht nach dem
Einkommen, sondern nach Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und
gewählten Tarifen.
Lohnt sich der Umstieg von der freiwilligen
Mitgliedschaft in der Gesetzlichen Krankenkasse zur Privaten
Krankenversicherung?
ja und nein!
Wer einen besseren Komfort haben möchte, muss
dafür i. d. R. auch tiefer in die Tasche greifen.
Junge Singles oder Doppelverdiener ohne Kinder bezahlen, sofern
sie gesund sind, trotz besserem Versicherungsschutz bei freier
Tarifauswahl in der Privaten Krankenversicherung weniger Beitrag.
Mit zunehmendem Eintrittsalter (ca. ab 45)
wird der Beitrag in der Privaten teurer. So genannte Altersrückstellungen
(Reservebildung in den "jungen" Anfangsjahren der Beitragszahlung für
die späteren Jahre, in denen mehr Ausgaben für die medizinische
Versorgung anfallen) können dann aus dem Beitrag kaum noch gebildet
werden.
Familien mit Kindern bezahlen in der Privaten
KV meistens mehr Beitrag. Wenn dies bei der Haushaltskasse keine
tragende Rolle spielt und die privatärztliche Behandlung etc. im
Vordergrund stehen, warum auch nicht?
Vergleichen Sie einfach den Beitrag und
die Leistung der
Gesetzlichen
Krankenkasse, der sich je nach Kassenwahl mittlerweile ja auch
reduzieren lässt, mit dem der Privaten. Beachten Sie bei den privaten
Offerten aber vor allem auch die Beitragsentwicklung des jeweiligen
Versicherers. Das "Billigangebot" hat sich schon oft als
Beitragsbombe erwiesen.
Hier geht's zum Versicherungsvergleich
der Privaten Krankenversicherer.
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